Artenschutz, Artenvielfalt und Klimaschutz in der Klimakrise 2020

Artenschutz, Artenvielfalt und Klimaschutz in der Klimakrise 2020

Nach der BiodiversitĂ€tskonvention, in englisch UN Biodiversity Convention, ist Schutz der biologischen Vielfalt, die nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile und die Überwachung der BiodiversitĂ€t eine der wichtigsten Aufgaben der 196 Vertragsstaaten bzw. Vertragsparteien. Die USA haben die Konvention gezeichnet aber bis heute nicht ratifiziert, sie sind also nicht zur Umsetzung verpflichtet. Ein Problem ist auch die auslegbare und relativ unverbindliche Zielformulierungen der Nationen in weiten Teilen der Konvention. Die deutsche Bundesregierung verabschiedete 2007 als Unterzeichnerin der Konvention eine nationale Strategie zur biologischen Vielfalt, die 330 Ziele und rund 430 Maßnahmen in den wichtigsten Handlungsfeldern zum Erhalt der biologischen Vielfalt definiert. Die ernsthafte Umsetzung dieser Maßnahmen wird von deutschen Naturschutzorganisationen stark angezweifelt. Auch wenn mit dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt ab dem Jahr 2011 erste Maßnahmen finanziert wurden, werden die Ziele im gesetzten Zeitrahmen teils nicht erreicht, teils werden sie auch eher politisch, denn mit naturschutzfachlicher Expertise verfolgt. Viele der Versprechen bzw. Vorhaben im Bezug auf den Artenschutz und Klimaschutz sind dazu durch die Coronakrise ins Hintertreffen geraten.

Weltweit gibt bzw. gab es ungefĂ€hr acht Millionen Tier- und Pflanzenarten, davon ist mehr als eine Million vom Aussterben bedroht. In Europa gibt es ĂŒber 70.000 verschiedene Arten von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen. Davon gelten alleine in Deutschland etwa 5.000 Pflanzenarten und 7.000 Tierarten als gefĂ€hrdet oder sind sogar vom Aussterben bedroht. Mehr als die HĂ€lfte der nur in Europa vorkommenden Baumarten und fast die HĂ€lfte der StrĂ€ucher sind gefĂ€hrdet. Da es eh schon so wenig Baumarten in europĂ€ischen LĂ€ndern gibt, sollte die Erhaltung und Kultivierung der besonders gefĂ€hrdeten Arten oberste PrioritĂ€t haben. Dies kann mit spezialisierten Artenschutz-GĂ€rtnereien und Baumschulen in Verbindung mit professionellen Forstbetrieben geschehen. Die Greening Deserts Artenschutz-, BegrĂŒnungs- und Forschungscamps sind u.a. fĂŒr solche Aufgaben angedacht.

Hier ist eine Liste von nĂŒtzlichen Bodenverbesserungs-Pflanzen, Bodendeckern, BlĂŒtenbĂ€umen, Stauden, StrĂ€uchern, Tiefwurzlern und Wildblumen fĂŒr trockene Böden. Die Pflanzen vertragen nicht nur viel Sonne und Trockenheit, sie sind teilweise auch essbar, Pollen- oder Nektarlieferanten und Heimat fĂŒr unzĂ€hlige Insekten. Es sind viele heimische Pflanzen und nicht nur fĂŒr NaturgĂ€rten oder KleingĂ€rten interessant, sondern auch fĂŒr die Forst- und Landwirtschaft. Einige der Pflanzen sind dĂŒrreresistent oder haben eine hohe ‚DĂŒrreresistenz‘. Die Liste wird gelegentlich erweitert und nach den o.g. Kategorien eingeordnet.

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Greening Deserts Pflanzenliste fĂŒr Trockenheit und trockene Böden:

Ackerhohlzahn, Acker-Kratzdistel, Acker-Schachtelhalm, Acker-Senf, Adonisröschen, Ährige Prachtschart, Alpen Edelweiß, Amberbaum, Ampfer, Amur-Korkbaum, Amur-Linde, Asiatische Gelbholz, Atlas-Zeder, Balkan-Storchschnabel, BĂ€renkau, Bartblume, Baumzypresse, Baum-Anemone, Baum-Magnolie, Bergahorn, Bergaster, Bergbohnenkraut, Bergeiche, Berg-Jasione, Bergkiefer, Bergminze, Berg-Ziest, Berufkraut, Blasenstrauch, Blumen-Dost, Bluthirse, Bienenbaum, Bitterorange, Bitterwurz, Blumen-Esche, Blutpflaume, Blutroter Storchschnabel, Bohnenkraut, Brandkraut, Buchweizen, Bunte Kronwicke, Bunter Hohlzahn, Bur-Eiche, BĂŒschelschön, Buschklee, Buschmalve, Butternuss, Cambridge-Storchschnabel, Dach-Hauswurz, Dalmatiner Polster-Glockenblume, Deutzien, Diptam, Doldiges Habichtskraut, Donarswurz, Dornige Hauhechel, Dornige Wegwarte, Duftnessel, Echte Betonie, Echter Wundklee, Echtes Labkraut, Echtes SĂŒĂŸholz, Edeldistel, Edel-Gamander, Edelkastanie, Efeu Hibernica, Eisenkraut, Elsbeere, Erbsen, Eschenahorn, Eselsdistel, Fackellilie, FĂ€rber-Eiche, FĂ€rberginster, FĂ€rberkamille, Federgras, Feldahorn, Feigenkaktus, FeinblĂ€ttrige Wicke, Felsenkirsche, Felsennelke, Fetthenne, Fiederschnittige Blauraute, Felsensteinkresse, Felsen-Storchschnabel, Ferkelnuss, Filzige Herbst-Anemone, Flieder, FrĂŒhlings-Fingerkraut, Galmei-Hellerkraut, GĂ€nsedisteln, GĂ€nsefingerkraut, Gaura, Gebirgs-Hellerkraut, Gelber Lerchensporn, Gelbe Skabiose, Gelbes Sonnenröschen, GenĂŒgsamer GĂ€nsefuß, Gemeines Ferkelkraut, Gemeine Ochsenzunge, Geweihbaum, Gewöhnlicher Giersch, Gewöhnlicher Trompetenbaum, Gewöhnliche Vogelmiere, Gewöhnliche Wegwarte, GewĂŒrzfenchel, Ginster, Goji-Beere, Goldgarbe, Goldkörbchen, Goldlauch, Graslilie, Graukresse, Griechische Tanne, Grindelie, Große Klette, Großblatt-Phlox, Gummi-Ulme, Gundermann, Habichtskraut, HĂ€ngepolster-Glockenblume, Hanf, Hanfpalme, Haselnuss, Hasenklee, Hauswurz, Heckenbambus, Heckenberberitze, Hederich, Heiligenkraut, Herznuss, Himalaya-Zeder, Himmelsbambus, HirtentĂ€schel, Hoher Wald-Geißbart, Holunder, Hornnarbe, Hortensien, Hufeisenklee, Hundskamille, Indigostrauch, Japanische Staudenknöterich, Jeffrys Kiefer, Johanniskraut, Judasbaum, Junkerlilie, Kanadische Goldrute, Kannminze, Katzenminze, Katzenpfötchen, Kaukasus-Vergissmeinnicht, Kirschlorbeer, Klatschmohn, Knopfkraut, Kohl-Kratzdistel, Kokardenblume, Kornblumen, Kornelkirsche, Kratzbeere, Kriechender Hauhechel, Kugel-Akazie, Kugeldistel, Kugel-Lauch, Lampenputzergras, Lavendel, LederhĂŒlsenbaum, Leimkraut, Lein, Libanon-Zeder, Liguster, Löffel-Ilex, LöwenmĂ€ulchen, Lupinie, Luzerne, Malve, Mariendistel, Marokko-Kamille, Mauermiere, Meerfenchel, Meerkohl, Milzfarn, MinzblĂ€ttrige Indianernessel, Mispel, Mittagsblume, Mönchspfeffer, Montbretie, Moskitogras, Mutterkraut, Nachtkerze, Natternkopf, Nickendes Leimkraut, Ochsenauge, Odermennig, Orangenblume, Orientalische Rauke, Orientalische Zackenschote, Palmlilie, Pastinake, Pekannussbaum, Perlgras, Perlkörbchen, PerĂŒckenstrauch, Pfeilkresse, PfirsichblĂ€ttrige Glockenblume, Pferdeminze, Polstergarbe, Pracht-Fetthenne, Prachtkerze, QuirlblĂ€ttrige MĂ€dchenauge, Rasselblume, Rauer Alant, Raute, Ravennengras, Reiherschnabel, Riesen-Sonnenhut, Rispen-Steinbrech, Robinie, Rosenakazie, Rosen-Malve, Rosmarin, Rotahorn, Rote Spornblume, Rote Taubnessel, Runder Lauch, SĂ€ckelblume, Saat-Esparsette, Salbei, Salomonssiegel, Sanddorn, Sandglöckchen, Schafgarbe, Scheinsonnenhut, Schillergras, Schindel-Eiche, Schlanke Steppenkerze, Schlehe, Schleierkraut, Schleifenblume, SchmalblĂ€ttrige Ölweide, SchmalblĂ€ttriger Hohlzahn, Schmucklilie, Schokoladenblume, Schwarznuss, Schwerlilie, Schwingel, Seggen, Seidenbaum, Seidenblume, Shumard-Eiche, Sichelmöhre, Sibirischer Portulak, Silberdistel, Silberwurz, Schnurbaum, Sichelklee, Sommerflieder, Sommerlinde, Sonnenauge, Sonnenbraut, Sonnenröschen, Spanische GĂ€nseblĂŒmchen, Spanische Golddistel, Spanische Tanne, Speierling, Spinnweb Hauswurz, Spornblume, Stachel-Lattich, StachelnĂŒsschen, Staudenimmortelle, Stein-Eiche, Steinklee, Steinquendel, Steppen-Wolfsmilch, Sternkugel-Lauch, Steinkraut, Steinsame, SteintĂ€schel, Steppenschleier, Sterndolde, Stockrose, Strandflieder, Strauchveronica, Strauchwicke, Strohblume, Sumpfzypresse, Sumpfeiche, Sumpfschafgarbe, S/W Maulbeerbaum, Taglilie, Tamariske, Taubenkropf-Leimkraut, TausendgĂŒldenkraut, Tellerkraut, Thymian, Thunbergs Buschklee, Tropfengras, Tundrazypresse, TĂŒrkischer Mohn, Verbene, Wacholder, Wallnuss, Waldschmiele, Wald-Tupelobaum, Walzen-Weinraute, Weg-Malve, Wegwarte, Weidenröschen, Weihrauchzeder, Weißdorn, Weiße Fetthenne, Weiße Lichtnelke, Weiss-Eiche, Wermut, Wiesen-Bocksbart, Wiesen-Labkraut, Wiesenmargarite, Wiesensalbei, Wiesen-Schaumkraut, Wild-Astern, Wilde Karde, Wilde-Malve, Wilde Möhre, Wilde Resede, Wilder Majoran, Wilder Wein, Wildflieder, Witwenblume, Wolfsmilch, Wolliger Schneeball, Wollziest, Ysop, Zarte Felsenlichtnelke, Zerr-Eiche, Ziest, Zistrose, ZurĂŒckgebogener Amarant, Zweifarbige Eiche, Zwerg-Ehrenpreis, Zwerg Hornkraut, Zypresse, X-Wildobstarten,.. Kakteen, Palmen und SteingartengwĂ€chse sind in einer extra Datenbank und Liste zusammengefasst. Es sind viele essbare Wildplanzen und Heilpflanzen mit dabei. *Greening Deserts Zusammenstellung von trockentoleranten Pflanzen wird stĂ€ndige erweitert. Pflanzen und Saatgut von den letzten Jahren sollten etwas mehr an Hitze und Trockenheit angepasst sein.

BlĂ€tter mit silbriger oder grauer Farbe reflektieren das Sonnenlicht. Harte und dicke BlĂ€tter, ebenso feine Haare, Flaum und kleine BlĂ€tter helfen gegen die Austrocknung. Pflanzen passen sich seit Millionen von Jahren an das Klima und Wetter an, sie zeigen uns intelligente Lösungen in vieler Hinsicht, man braucht nur genau hinzusehen und kann diese Mechanismen der Natur sinnvoll nutzen – etwa mit Mischkulturen, MischwĂ€ldern und Permakultur. Nicht alle BĂ€ume und BlĂŒtenpflanzen vertragen gleichzeitig Hitze und Trockenheit, besonders wenn extremen Phasen ĂŒber mehrere Monate in Folge andauern. Auch die sogenannten Klimawandelgehölze und ‚resistente‘ Pflanzen brauchen irgendwann Wasser.

Es gibt ĂŒber 8000 Jahre alten Fichten und viele andere Jahrtausendealte BĂ€ume, diese haben bestimmt auch viele DĂŒrrejahre ĂŒberlebt, vielleicht sollte man von diesen BĂ€umen das Saatgut nutzen. FĂŒr die Eichen des Leipziger Eichenpark Projektes wurden deswegen auch die Ă€ltesten Eichen in ThĂŒringen und Sachsen besucht. Nach zwei Jahren und verschiedenen Testreihen haben einige Eichen die letzten zwei Jahre unter den extremsten Bedingungen ĂŒberstanden. Einige Exemplare haben sogar nach etwa drei Monaten ohne Gießen ĂŒberlebt und sind nun fast resistent gegenĂŒber Hitze und Trockenheit. Bergeichen-Arten vertragen lange trockene Zeiten. Viele Pflanzen aus dem Bergland und Grasland sind relativ resistent bzw. tolerant gegenĂŒber Trockenheit und Hitze, da sie auf natĂŒrliche Weise oft mehr Sonneneinstrahlung und Trockenheit vertragen mĂŒssen. In trockenen Regionen und an Feldern der Landwirtschaft sind viele dieser Pflanzen sinnvoll, etwa fĂŒr BlĂŒhstreifen und ganze Wildblumenwiesen. Auch die BegrĂŒnung von Stadtlandschaften und die DachbegrĂŒnung in urbanen Regionen ist damit möglich, bisher werden fĂŒr DĂ€cher oft nur Sedum-Steingartenpflanzen der Gattung der Familie der DickblattgewĂ€chse (Crassulaceae) verwendet, diese bieten jedoch nicht alle so viel Nektar fĂŒr Insekten und Bienen wie viele der o.g. BlĂŒtenpflanzen. Bienen sind die drittwichtigsten ‚Nutztiere‘ in Deutschland nach Rind und Schwein, darĂŒber sollten alle mal mehr nachdenken. Wenn die Monokultur-Forst und -Landwirtschaft nicht bald dazulernt und sich entsprechend verĂ€ndert, wird dies fatale Auswirkungen auf uns alle haben. Unsere Zukunft ist wirklich in Gefahr, wenn jedes Jahr weitere Krisen kommen und Ökosysteme zerstört werden. Viele dieser Aspekte hĂ€ngen mehr zusammen als viele denken.

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Klimawandel verstÀrkt Baumsterben und Waldsterben

Deutschland wird aufgrund des Klimawandels vermehrt mit Naturkatastrophen, Umweltkatastrophen und extremen Wetterlagen wie DĂŒrre, extreme Hitze, Hochwasser und Starkregen rechnen mĂŒssen. Dazu besteht die Gefahr der WĂŒstenbildung (Desertifikation) in einigen Regionen, besonders dort wo die Böden stark ausgetrocknet und fĂŒr Jahre beschĂ€digt sind. Durch Erosion, starke RegenfĂ€lle und Winde werden wertvolle Bodenschichten und wichtige Minerale weggespĂŒlt. Der Oberboden und auch mittlere Bodenschichten können sich stark verhĂ€rten, sie werden so hart wie Beton oder Stein. Das Regenwasser kann diese Böden dann nicht mehr so einfach durchdringen und damit sind dann auch tiefere Bodenschichten gefĂ€hrdet. Diese Problematik der BodenschĂ€digung und Landverödung ist schon lange bekannt, spĂ€testens fĂŒr die Meisten in der Landwirtschaft und gesamten Gesellschaft seit dem DĂŒrresommer 2018. Da nicht genug Vorkehrungen getroffen wurden und immer noch zu wenig gegen diese Entwicklungen getan wird, besteht die Gefahr der Ödland- und WĂŒstenbildung auch in Deutschland. Ein großes Problem ist die VerhĂ€rtung und Wasserabweisung der Böden durch fettige oder ölige OberflĂ€chen. Fette, Öle und Wachse von Pflanzenteilen fallen mit dem Feinstaub zu Boden. Der Regen kann dann die oberste Bodenschicht nicht durchdringen und fließt oberflĂ€chlich ab. Faktoren wie die Bodenart, Pflanzenarten, Temperatur und der Grad der Austrocknung bestimmen wie wasserabweisend der Boden wird. Oft können die Böden erst nach der Ernte durch PflĂŒgen gelockert werden, wenn die Trockenheit jedoch lange anhĂ€lt besteht dann die Gefahr der Bodenerosion durch Wind – besonders im Herbst gibt es vermehrt Winde und StĂŒrme. Wir alle können nur hoffen, dass es nicht noch eine WinterdĂŒrre gibt, denn dies wĂŒrde die Böden fĂŒr weitere Jahre beschĂ€digen. Schon 2018 hĂ€tten vermehrt Bodenschutzmaßnahmen eingefĂŒhrt werden mĂŒssen, etwa Abdeckung mit Bodendeckern, NotbewĂ€sserung mit extra KanĂ€len, Teichen und Regenwasserspeichern oberirdisch oder unterirdisch. Es gibt noch einige andere effektive und innovativen Methoden wie Agrophotovoltaik, Hanfanbau und WĂŒstenbambus. Diese und weitere Entwicklungen bzw. Projekte wurden wĂ€hrend der letzten Jahre gestartet um ĂŒber wirklich nachhaltige und innovative Lösungen zu informieren.

Greening Deserts hat seit 2016 viele der genannten Aspekte und Probleme angebracht, analysiert und theoretisch gelöst, leider konnten viele der Entwicklungen und Ideen wegen Ignoranz, mangelndem Willen und mangelnder SolidaritĂ€t gewisser Personen bzw. verantwortlicher Stellen nicht in der Praxis, mit einem BegrĂŒnungs- und Forschungscamp, weiter entwickelt und umgesetzt werden. Egoismus, Kompetenzverschiebung, fehlendes Umwelt- und Verantwortungsbewusstsein der angefragten Förderstellen haben die Arbeit und Projektentwicklungen sogar erschwert und durch lange Wartezeiten gestört, damit leider auch die Gesundheit und das Leben stark beeintrĂ€chtigt. Im Prinzip gab es stĂ€ndig Ausreden in gewissen Bereichen der Politik und Wirtschaft, ob es bestimmte Ereignisse waren, Streitigkeiten zwischen Parteien oder Wahlen, globale Krisen oder andere Probleme.. Fast jeden Tag gab es eine Ausrede anstatt mehr fĂŒr den Klima- und Umweltschutz zu tun, vor allem im Bezug auf die Klimakrise, den Kohleausstieg sowie die Folgen der exzessiven Forst- und Landwirtschaft. Es wurde oft genug aufgeklĂ€rt, gefordert und sogar vor den Folgen gewarnt – leider wurden Greening Deserts Analysen, Artikel, Berichte und Studien nicht ernst genommen. Nun können wir alle die Folgen des menschengemachten Klimawandels direkt erleben und deutlich sehen. Wer es immer noch nicht glaubt oder ernst nimmt wird die Konsequenzen spĂ€testens in den nĂ€chsten Jahren zu spĂŒren bekommen. Es gibt nicht umsonst das Sprichwort: Wer nicht hören will, muss fĂŒhlen.

Klimaschutz, Naturschutz und Umweltschutz ist Artenschutz, also auch Menschenschutz. Mensch braucht Natur, Natur braucht keinen Menschen. Man bedenke, wenn es soviel Einsatz wie in der Coronakrise fĂŒr die BiodiversitĂ€t und Klimaproblematiken gĂ€be, wĂŒrden wir dem Klimawandel mit dem nötigen Respekt begegnen. Die Menschen wĂŒrde einsehen das kurzfristige Interessen und das seit Jahrzehnten bekannte Wirschaftsinteressen nicht wirklich Nachhaltig sind. Die Menschheit könnte viele der Folgen und Ursachen wirklich bewĂ€ltigen und das vielleicht sogar noch vor 2030! Flattening the Curve, die Kurve abflachen sollte auch fĂŒr die Klimakrise gelten. Schließlich kam der Coronavirus von einem Tiermarkt mit gefĂ€hrdeten Arten und einer Region mit schlechten Umweltbedingungen. Die Luftverschmutzung, die SchwĂ€chung und Zerstörung der Umwelt macht Pflanzen, Tiere und auch Menschen anfĂ€lliger fĂŒr SchĂ€dlinge wie gefĂ€hrlichen Bakterien, Parasiten und Viren. Der Mensch ist also wahrscheinlich selbst dafĂŒr verantwortlich, dass der Coronavirus den Weg in die Zivilisation gefunden und sich an den Menschen angepasst hat. Ganz einfach und logisch gedacht sollte das oberste Ziel der Artenschutz und Klimaschutz sein, um weitere Krisen wie die Coronakise in Zukunft zu vermeiden! Um die ZusammenhĂ€nge zu verstehen, muss man kein Klimaforscher oder Umweltexperte sein. Greening Deserts hat letztes Jahr ein extra Artenschutzprogramm und fordert den Artenschutz auf die oberste Agenda zu stellen. Es sollte etwa zu dem Green Deal und Konjunkturpaket ein Species Protection Deal geben. Denn nochmal im Klartext, Klimaschutz ist auch Artenschutz, also auch Menschenschutz! Die Förderung der Artenvielfalt und Verminderung des Artensterbens sollte eines der wichtigsten Ziele der EU und UN sein.

Zum Ende des Artikels noch ein Statement zu Förderungen und finanzieller UnterstĂŒtzung fĂŒr Greening Deserts Projekte und Initiativen. Nach Jahren der Projektentwicklungen, kultureller und sozialer Aktionen fĂŒr die Gemeinschaft und eine gesĂŒndere Umwelt gab es immer noch keine richtige UnterstĂŒtzung – besonders in Hinsicht von aktiver und finanzieller Hilfe. Im Gegenteil, die Ignoranz und Kompetenzverschiebung hat sogar noch zugenommen. Es gibt immer wieder Ausreden. Ob es Krisen oder Wahlen sind, es wird einfach nicht richtig gehandelt und stĂ€ndig etwas versprochen was nicht eingehalten wird. Dies ist nicht nur enttĂ€uschend und sehr demotivierend, es gefĂ€hrdet die ganze Arbeit und gesamte Gesellschaft, vor allem macht diese Ignoranz krank. Nach mehrfacher Forderung und Informierung von Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft wurden viele Ideen von Greening Deserts adaptiert bzw. kopiert und sich damit profiliert, wirklich etwas verĂ€ndert wurde dadurch jedoch nicht. Es ist wirklich traurig, denn mit einem BegrĂŒnungs- und Forschungscamp im Leipziger Tagebaugebiet und in der Seenlandschaft hĂ€tten Klimanpassungen und Resistenzen all der genannten Pflanzen lĂ€ngst erforscht werden können. Die Chance und Gelegenheit die DĂŒrrejahre und Hitzeperioden fĂŒr eine spezialisierte Baumschule mit realen Bedingungen zu nutzen wurde durch die ignorante Haltung der Verantwortlichen verpasst bzw. verwehrt. Denn jeder weiß das man ohne Aufbauförderung, Entwicklungsförderung, Forschungsförderung und aktive UnterstĂŒtzung solche Vorhaben nicht oder nur in sehr langer Zeit realisieren kann. Dies wurde auch mehrfach angebracht, es wurde wirklich umfangreich ĂŒber die wichtigen Aspekte und Fakten informiert, nicht nur die Behörden, Institutionen, Parteien und gewisse Organisationen. Zum GlĂŒck nehmen es ein paar Kollegen von der AU, EU-Kommission und UN seit letztem Jahr ernst. Greening Deserts Entwicklungen und Konzepte wurden zudem von einigen sehr bekannten internationalen Forschungsinstitutionen bestĂ€tigt. Nocheinmal an Alle ! Wir haben wirklich nicht mehr viel Zeit eine Art Klimawandel-GĂ€rten und -Baumschulen einzurichten um BĂ€ume und Pflanzen an den Klimawandel weiter anzupassen. Mit der entsprechenden UnterstĂŒtzung könnte vielleicht bis FrĂŒhsommer 2021 endlich ein entsprechendes Klima- und Forschungscamp im SĂŒden von Leipzig realisiert werden. Auch Jungpflanzen und Saatgut können dann weiter besorgt werden. Greening Deserts GrĂŒnder kann jedoch nicht immer weiter sein letztes Geld, etwa fĂŒr den Lebensunterhalt, dafĂŒr einsetzen. Es gilt das Motto ohne Moos nix los und damit wird es keine Verbesserung der aktuellen UmstĂ€nde und der Klimakrise geben. Denn viele sinnvolle Lösungen wurden ĂŒber die Jahre hart erarbeitet, eine effektive und schnellere Umsetzung benötigt jedoch die finanzielle Hilfe und tatkrĂ€ftige UnterstĂŒtzung von uns allen. Wenn nicht endlich entsprechend gehandelt wird, zahlen alle den Preis, vor allem aber die Bevölkerung, Landwirte und Waldbesitzer.

Weitere gute Ideen und Lösungen kann man auf den offiziellen Seiten und im Greening Deserts Masterplan fĂŒr Tagebaugebiete nachlesen.

NĂŒtzliche Fragen, Hinweise und konstruktive VorschlĂ€ge sind jederzeit willkommen – besonders zu der Klimawandel-Pflanzenliste.

Der Artikel wurde Mitte August 2020 veröffentlicht.

Weitere Infos:

http://trilliontrees.eu

http://trilliontrees.africa

http://trilliontreesinitiative.com

http://trilliontreesinitiative.org

http://greeningcamp.com

http://afforestation.org

http://reforestation.eu

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Update zum Gesundheits-, Klima-, Umwelt und Waldzustandsbericht

In Deutschland gibt es ĂŒber 11 Millionen Hektar Waldgebiete mit etwa 90 Milliarden BĂ€umen, dies entspricht etwa 32 Prozent der LandflĂ€che. Der CO2-Speicher kollabiert durch zerstörte Böden und WĂ€lder. 2018 bis Herbst 2020 wurden durch die DĂŒrre, Hitze, StĂŒrme und Baumkrankheiten etwa 350.000 Hektar Wald zerstört. Über 80 Prozent der BĂ€ume sind krank! Dazu gibt es seit vielen Jahren ein schleichendes Baumsterben und Waldsterben welches durch den extremen Klimawandel und die Wetterereignisse der letzten Jahre sichtbar wird.

Die massive Umweltverschmutzung und Zerstörung der Artenvielfalt macht nicht nur die BÀume krank sondern auch andere Pflanzen, ebenso wie viele Nutzpflanzen.
Wenn Pflanzen und Tiere nicht wirklich gesund leben wirkt sich dies auch auf die Lebensmittel und ErnĂ€hrung aus, d.h. auch Menschen werden durch die extremen Umweltbedingungen, kranke Umwelt und „kranke Nahrung“ krank. Die Böden sind durch die extensive Forst- und Landwirtschaft stark belastet, ĂŒber 70 Prozent der deutschen GewĂ€sser ist in einem bedenklichen Zustand. Ausgetrocknete FlĂŒsse, Wiesen und WĂ€lder sind nicht nur ein trauriger Anblick, es kann auch der geistigen Gesundheit und menschlichen Seele stark zusetzen. Besonders Risikogruppen, kranke und schwache Menschen haben damit zu kĂ€mpfen. In Europa gab es in den letzten Jahren mehr Tote durch Hitze und Kreislaufkrankheiten als durch den Coronavirus. Im Prinzip ist die Coronakrise als ein Teil der Klimakrise zu sehen, denn der Virus entsprang aus einer kranken Umwelt mit starker Umweltbelastung, kranken Tieren und bedenklichen ZustĂ€nden. Ähnlich wie kranke BĂ€ume stĂ€rker von Bakterien, Pilzen, Parasiten oder SchĂ€dlingen befallen werden, können kranke Tiere und Menschen auch durch gefĂ€hrliche bzw. schĂ€dliche Organismen stĂ€rker befallen werden. Bakterien und Viren verbreiten sich durch Umweltverschmutzung, in einer kranken Umwelt und in kranken Gesellschaften schneller – besonders wenn sie sich anpassen, mutieren und dann aggressiv vermehren. Wenn die Klimakrise nicht von allen ernst genommen und in den nĂ€chsten Jahren stark gemildert wird, werden Naturkatastrophen und Pandemien wahrscheinlich sehr viel hĂ€ufiger auftreten.

In den letzten Jahren konnte man einen sehr starken Anstieg von Krankheiten und Wetterextremen bemerken. Die SymptombekĂ€mpfung der Folgen des Klimawandels sollte also nicht primĂ€r die Aufgabe sein wie es momentan der Fall ist. Die Lösung der Ursachen der Klimakrise sollte alle Nationen und Menschen zu einem nachhaltigeren Leben, Konsum und einer nachhaltigeren Produktion bewegen. Die maßlose Verschwendung von Energie, Nahrung und anderen Ressourcen muss aufhören, zudem so viele Produkte gar nicht konsumiert werden können und oft ĂŒber die HĂ€lfe weggeschmissen wird, etwa Lebensmittel wie Fleisch. All die Lebensformen und Ökosysteme, welche damit sinnlos zerstört werden verschlimmern die Lage mit jedem Tag. Die globale ErwĂ€rmung durch die Treibhausgase ist also nur eines der Probleme im Bezug auf den vom Menschen gemachten Teil des Klimawandels.

Die Gesellschaft muss endlich konsequenter handeln und das jeden Tag! Wir haben wirklich nicht mehr viel Zeit um das Artensterben und die Klimakrise zu mindern bevor es zu spĂ€t ist. Wer es nicht glaubt braucht nur die aktuellen Artenschutzberichte, WaldbrĂ€nde und DĂŒrrejahre zu analysieren. Es wurden wirklich genug gute Lösungen fĂŒr jeden angeboten, ob fĂŒr arm oder reich, bekannt oder unbekannt. Jeder kann jeden Tag etwas tun. Ausreden wie die Arbeit, Familie, keine Zeit oder Geld zĂ€hlen nicht. Mit Geld alleine kann man viele der Probleme sowieso nicht wirklich lösen oder einfach so wiedergutmachen. NatĂŒrlich kann mit finanziellen Mitteln und entsprechenden Ressourcen einiges beschleunigt und verbessert werden, besonders wenn es um Artenschutz, BegrĂŒnung-, Bewaldung, BiodiversitĂ€t, grĂŒne und saubere Technologien geht. Zum Schluss noch ein paar traurige Fakten. Pro Tag sterben etwa 150 Arten, weltweit sind ĂŒber eine Million Arten bedroht. Wenn das Massensterben weitergeht und wichtige SchlĂŒsselarten aussterben wird bald auch Spezies Mensch auf der Liste der bedrohten Arten stehen.

Über den Autor

DesertGreening administrator

Greening Deserts Projekte sind kulturelle, bildungsrelevante, wirtschaftliche, soziale, wissenschaftliche und nachhaltige Entwicklungen, bei denen klassische BegrĂŒnungs- und Gartenbaumethoden, aber auch neue oder alternative Techniken und Technologien zum Einsatz kommen. Schwerpunkte sind BiodiversitĂ€t, Klimaschutz, Cleantech, ökologische Forstwirtschaft, Wiederherstellung von Ökosystemen, Umweltschutz, BegrĂŒnung, Greentech, Wiederaufforstung und Artenschutz. Die Projekte können den vom Menschen verursachten Klimawandel, die Entwaldung, DĂŒrren, WĂŒstenbildung, Landdegradierung, ErderwĂ€rmung und Umweltverschmutzung weltweit verringern.